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Kaufberatung DVD-Rekorder
Wer heutzutage einen DVD-ReKorder kaufen möchte, fühlt sich wahrscheinlich angesichts des riesigen Angebotes erst mal ein wenig überfordert. Hinzu kommen die vielen neuen Qualitäten und Bezeichnungen wie HDMI, DVI etc. , deren Aufgabenbereiche und Funktionsweisen Laien völlig im Dunkeln tappen lassen. Um Sie aus dieser Dunkelheit herauszuführen und Ihnen beim Kauf Ihres DVD-Rekorders behilflich zu sein, haben wir einige Informationen zusammengestellt und hoffen, dass Sie nach dem Lesen einen DVD-Rekorder finden, der Ihren ganz persönlichen Ansprüchen gerecht wird.
Beim Kauf eines DVD-Rekorders sollten Sie auf folgendes achten:
1. Was kann ein DVD-Rekorder und was passt zu mir?
2. Was kostet mich ein DVD-Rekorder?
a) Einstiegsklasse
b) Mittelklasse
c) Spitzenklasse
d) Referenzklasse
3. Nun wird's technisch- Worauf man beim Kauf achten sollte!!
a) DVD-Formate
b) Sonstige Formate
c) Festplatte
d) Anschlüsse
e) Qualitätsstufen
f) Aufnehmen und Ansehen
4. Alternativen
a) SAT-Receiver mit Festplatte
b) Computer mit TV-Karte
5. Fazit
1. Was kann ein DVD-Rekorder und was passt zu mir?
Die Nachfrage nach DVD-Rekordern steigt stetig an. Inzwischen greifen schon mehr Käufer zu den digitalen Geräten als zum Video-Rekorder. Aus gutem Grund: ein DVD-Rekorder bietet deutlich mehr Möglichkeiten. Die Werbewirtschaft wird vor allem von einer nicht besonders erfreut sein: Werbepausen können einfach übersprungen oder ausgeblendet werden. Darüber freuen werden sich jedoch alle, die vom ewigen Vorspulen der Videokassette genervt sind. Aufnahmen aus dem Fernsehen können nun ohne Unterbrechung angesehen werden, bei Geräten mit Festplatte oder DVD-RAM-Format ist mit der so genannten Timeshift-Funktion sogar zeitversetztes Fernsehen möglich. Das heißt, man muss nicht warten, bis die Aufnahme beendet ist, sondern kann jederzeit mit dem Anschauen der Sendung beginnen. Das Gerät nimmt während dessen das Wunschprogramm weiter auf.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Qualität der Wiedergabe von Bild und Ton. Hier sind DVD-Rekorder den Videorekordern zunächst deutlich überlegen. Allerdings gibt es Einschränkungen. Kann ausschließlich auf DVD gespeichert werden und nicht auch auf eine eingebaute Festplatte, führt das schnell zu Qualitätsverlusten. Denn diese haben i.d.R. nur eine Kapazität von 4,7 Gigabyte. Das reicht bei Aufnahmen in höchster Qualität für maximal zwei bis drei Stunden. Da Werbepausen zwar ausgeblendet werden können, aber trotzdem Speicherplatz verbrauchen, kann es bei längeren Spielfilmen Probleme geben. Dann muss man einen Kompromiss eingehen und einen Aufnahmemodus wählen, der durch Reduktion der Daten für jedes Bild eine längere Aufnahme ermöglicht. Was allerdings zu Lasten der Qualität geht. Mehr Speicherplatz bietet nur die DVD-RAM, sofern sie beidseitig beschrieben werden kann. Dann stehen hier 9,4 Gigabyte zur Verfügung. Diese Probleme gibt es nicht, wenn der Rekorder eine Festplatte hat. Diese schlägt sich aber auch im Preis nieder.
Spielfilm- oder Serienfans, die häufig Sendungen aufnehmen, kommen jedoch um eine Festplatte nicht herum. Die Möglichkeiten von Rekordern, die nur auf DVD speichern, sind für sie zu begrenzt und werden schnell Frust erzeugen. Wer jedoch hauptsächlich ein Abspielgerät braucht und nur hin und wieder mal etwas aufnehmen und/oder archivieren will, wird mit einem günstigeren Gerät ohne Festplatte gut auskommen. Fürs Heimkino sind generell beide Varianten geeignet. Denn dafür kommt es vor allem auf die richtigen Anschlüsse an.
Mit einem DVD-Rekorder lassen sich aber nicht nur Fernsehsendungen aufnehmen und DVDs betrachten. Bei entsprechender Ausstattung können mit den Geräten – egal ob mit oder ohne Festplatte – ebenso Video-CDs und Musik-CDs, auch im MP3-Format, abgespielt werden. Für diejenigen, die außerdem Fotos und Filme von Digitalkamera oder Camcorder angucken und bearbeiten oder alte Videoaufnahmen auf DVD speichern möchten, kommt allerdings nur ein Rekorder mit Festplatte in frage. Wie immer kommt es bei der Wahl des passenden DVD-Rekorders auf die persönlichen Bedürfnisse des Käufers an. Dabei steigt mit der Ausstattung natürlich auch der Preis.
2. Was kostet mich ein DVD-Rekorder?
Für einen DVD-Rekorder kann man 150 Euro, aber auch 1500 Euro ausgeben. Das hängt sehr stark von der Ausstattung und Leistung des Geräts ab. An dieser Stelle sei gleich vor allzu günstigen Schnäppchen gewarnt, besonders wenn es sich um Geräte mit größeren Festplatten handelt. Denn dann wird oft an anderen Stellen gespart, was sich vor allem negativ auf die Wiedergabequalität auswirkt. Unscharfe, flimmernde Bilder sind dann das unangenehme Resultat.
a) Einstiegsklasse
Am günstigsten sind Geräte ohne Festplatte. Es gibt schon Angebote ab rund 120 Euro, die meisten tummeln sich jedoch im Preisbereich von ca. 200 bis 250 Euro. Dort kann man auch solide Geräte mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis und den wichtigsten Anschlüssen erwarten. Wer nicht auf zeitversetztes Fernsehen verzichten möchte, sollte darauf achten, dass im Format DVD-RAM aufgenommen werden kann.
b) Mittelklasse
Etwas tiefer in die Tasche greifen muss man bei DVD-Rekordern mit Festplatte. Für den durchschnittlichen Gebrauch reicht eine Festplatte mit einer Kapazität von 80 GB. Damit lassen sich rund 17 Stunden Film in sehr guter bzw. 100 Stunden in geringer Qualität aufzeichnen und speichern. In dieser Klasse bekommt man Geräte je nach Ausstattung für 300 bis 450 Euro.
c) Spitzenklasse
Wer oft und viel aufnimmt und archiviert, für den ist eine 80 GB Festplatte zu klein. Vor allem, wenn man die aufgenommenen Sendungen nicht regelmäßig auf DVD überspielt. Dann sollte man lieber zu Geräten mit einer 160, 200 oder gar 250 GB Festplatte greifen. Diese geizen i.d.R. auch nicht mit der Ausstattung, was zum Beispiel die Zahl der Ein- und Ausgänge oder zusätzliche Funktionen angeht. Und werden so auch höheren Ansprüchen gerecht. Die Preise liegen ca. zwischen 500 und 900 Euro.
d) Referenzklasse
Hier werden alle Träume wahr, könnte man sagen. Dies sind die Geräte mit der neuesten Technik, mit den höchsten Ton- und Bildqualitäten und den größten Festplatten: bis 400 Gigabyte. Entsprechend hoch ist auch das Preisniveau: 1000 bis 1500 Euro.
3. Nun wird's technisch - Worauf Sie beim Kauf achten sollten?
a) DVD-Formate
In den DVD-Formaten sind sich die Hersteller leider nicht einig, so dass nicht jedes Format in jedem Gerät abgespielt werden kann. Die gängigen Formate sind die einmal bespielbaren DVD-R und DVD+R sowie die bis zu 1000-fach beschreibbaren DVD-RW und DVD+RW. Die technischen Unterschiede zwischen „-“ und „+“ sind marginal. Oft kann inzwischen auch das Format DVD-RAM genutzt werden, das bis zu 100.000 Mal gelöscht und wieder bespielt werden kann.
Die meisten DVD-Rekorder unterstützen inzwischen unterschiedliche Formate. Während mit der DVD-RAM grundsätzlich zeitversetztes Fernsehen möglich ist, funktioniert das mit DVD-RW nur bei einigen neuesten Geräten. Wenn man bereits mit anderen Geräten (z.B. dem PC) ein bestimmtes Format verwendet, sollte auf jeden Fall zu einem Rekorder gegriffen werden, der dieses ausdrücklich unterstützt.
b) Sonstige Formate
Ein DVD-Rekorder liest nicht nur DVDs, man kann ihn auch für andere Medien nutzen – sofern er diese erkennt. Normale Audio-CDs sind i.d.R. kein Problem, das MP3-Format gehört jedoch nicht immer zum Standard. Gleiches gilt für Video- und Super Video-CDs (VCD/SVCD) oder die klangstarken Super Audio CDs (SACD). Wer seine Digitalfotos über den DVD-Rekorder ansehen möchte, sollte außerdem darauf achten, dass das JPG bzw. JPEG-Format unterstützt wird.
c) Festplatte
Festplatten können eine Speicherkapazität von 80 bis 400 Gigabyte haben. Welche Größe notwendig ist, hängt von den eigenen Gewohnheiten ab. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass große Festplatten einen stärkeren Lüfter benötigen und es zu Problemen mit Betriebsgeräuschen kommen kann. Es empfiehlt sich daher, das Gerät vor dem Kauf einmal anzuschalten um zu prüfen, wie störend man selbst das Lüftergeräusch empfindet.
d) Anschlüsse
Die Einsatzmöglichkeiten eines DVD-Rekorders werden auch von den vorhandenen Anschlüssen bestimmt. Zur Grundausstattung gehören auf jeden Fall Antennen Ein- und Ausgang sowie mindestens zwei SCART-Anschlüsse, damit man neben dem Fernseher noch weitere externe Geräte (z.B. einen SAT-Receiver) anschließen kann. Gut ist, wenn zumindest eine dieser Buchsen den RGB-Standard unterstützt, da dieser die beste Bild- und Tonqualität bietet – sofern der Fernseher selbst mit diesem Standard arbeitet.
Für den perfekten Klang sorgen ansonsten digitale Audio-Ausgänge (optisch oder koaxial) an die sich Verstärker oder AV-Receiver anschließen lassen.
Wer für sein Heimkino ein Großbildgerät, wie einen Beamer oder LCD-Fernseher, anschließen möchte, sollte auf einen Komponenten- bzw. YUV-Ausgang mit Progressive Scan achten. Der sorgt für ruhige Bilder ohne Zeilenflimmern und erhöht so den Sehgenuss.
Auch seine eigenen Filme kann man mit dem DVD-Rekorder ansehen. Wenn dieser über eine Festplatte verfügt, muss man die Filme i.d.R. vorher nicht mal auf eine DVD speichern. Einzige Voraussetzung: das Gerät verfügt über einen entsprechenden DV-Eingang (auch iLink o. Firewire), an dem man den Camcorder anschließen kann. So kann man sich seine eigenen Werke auf dem Fernseher ansehen, bearbeiten und dann die gewünschte Fassung auf eine DVD bringen.
Ähnliches gilt, wenn man seine alten Videofilme digital bearbeiten und archivieren möchte. Dann sollte darauf geachtet werden, dass das Gerät einen S-Video-Ausgang hat.
Digitalkameras schließlich kann man an einer USB-Schnittstelle anschließen. Einige DVD-Rekorder haben inzwischen sogar einen Slot für die Speicherkarten, d.h. sie können diese direkt auslesen.
Bedienerfreundliche Geräte zeichnen sich dadurch aus, dass sich die eher häufig benutzten Kamera-Anschlüsse an der Frontseite des Gerätes befinden – und so ständiges Möbelrücken vermieden wird.
Zu den neuesten Errungenschaften gehört der HDMI-Anschluss. Bisher bieten diesen noch wenige Geräte – hauptsächlich die der Referenzklasse – aber er wird in Zukunft immer wichtiger werden. Denn bisher werden die digitalen Signale des DVD Rekorders noch in analoge umgewandelt und erst im Endgerät bei Bedarf wieder digitalisiert. Mit dem HDMI-Anschluss können digitale Signale direkt gesendet werden, was vor allem hinsichtlich des ständig größer werdenden Angebots an digitalen Wiedergabegeräten interessant ist. Geräte mit HDMI-Anschluss dürften daher als besonders zukunftssicher gelten.
e) Qualitätsstufen
Eine DVD kann nur eine begrenzte Datenmenge speichern. Daher bieten alle Rekorder die Möglichkeit, in unterschiedlicher Qualität bzw. Auflösung aufzunehmen. Bei höchster Qualitätsstufe passen auf eine DVD i.d.R. nur zwei bis drei Stunden Film. Wer also zum Beispiel an einem Abend bei Abwesenheit zwei Sendungen aufnehmen will, hat schon ein Problem. Längere Aufnahmen gehen nämlich zu Lasten der Bildqualität, da durch das Komprimieren dem einzelnen Bild Daten entzogen werden. Vor allem bei Geräten ohne Festplatte ist es daher ratsam, auf möglichst viele Qualitätsstufen, die in Stunden ausgedrückt werden, zu achten. Hilfreich ist dabei auch die Funktion mancher Geräte, mit der diese die optimale Kompression für den existierenden Speicherplatz selbst ermitteln können.
Bei Festplatten-Rekordern muss bedacht werden, dass manche Geräte einmal gespeicherte Aufnahmen nicht mehr komprimieren können. Man muss sich also vorher entscheiden, ob die Aufnahme auf DVD archiviert werden soll oder nicht und die entsprechende Qualitätsstufe wählen. Wichtig ist auch, sich nicht von den Herstellerangaben blenden zu lassen: Wenn von einer Speicherkapazität von zum Beispiel „bis zu 200 Stunden“ die Rede ist, bezieht sich dieses immer auf die niedrigste Qualitätsstufe.
f) Aufnehmen und Ansehen
Ein automatischer Sendersuchlauf sollte für den DVD-Rekorder selbstverständlich sein. Wichtig ist aber auch, dass die Programme anschließend noch den gewünschten Programmplätzen zugewiesen werden können, damit sich alle an der gewohnten Stelle befinden. Für das Programmieren einer Aufnahme kommen standardmäßig VPS oder Showview zum Einsatz. Deutlich bequemer ist es für den Bediener, wenn das Gerät eine Funktion namens EPG, den Electronic Program Guide, unterstützt. Das ist eine Art elektronische Programmzeitung, die das aktuelle Fernsehprogramm anzeigt. Die gewünschte Sendung wird dann ganz einfach mit einem Klick für die Aufnahme programmiert, sofern der entsprechende Sender EPG ebenfalls unterstützt. Unterschiede gibt es beim Zeitrahmen: manche Geräte zeigen nur den jeweiligen Tag oder die aktuelle Programmwoche an, bei anderen kann man mit EPG auch 14 Tage im voraus programmieren.
Nicht unwichtig ist die Bedienerfreundlichkeit des Rekorders. Wobei diese durchaus individuell unterschiedlich empfunden werden kann. Es ist daher auf jeden Fall empfehlenswert, einen Blick auf Fernbedienung und Menü zu werfen, um zu sehen, wie und ob man damit klar kommt und so späterem Frust vorzubeugen.
4. Alternativen
Es muss nicht immer ein DVD-Rekorder sein. Auch mit anderen Geräte-Kombinationen lassen sich Sendungen ohne Qualitätsverlust aufzeichnen und auf den Fernseher bringen.
a) SAT-Receiver mit Festplatte
Wer sein Fernsehprogramm nicht über Kabel, sondern über Satellit empfängt, für den kann ein SAT-Receiver mit Festplatte die bessere Lösung sein. Vor allem, wenn schon ein sehr guter DVD-Player vorhanden ist. Mit dem SAT-Receiver lassen sich Sendungen gänzlich ohne Qualitätsverlust aufzeichnen, eine Umwandlung in spezielle Formate ist nicht notwendig. Wie beim DVD-Rekorder sind auch bei diesen Geräten zeitversetztes Fernsehen und die Programmierung über EPG möglich. Die Daten lassen sich am PC auslesen, allerdings auch nur dort bearbeiten und auf DVD brennen. SAT-Receiver gibt es für ca. 250 bis 600 Euro.
b) Computer mit TV-Karte
Auch mit dem PC kann man fernsehen und Sendungen aufnehmen. Voraussetzung ist, dass der PC u.a. mit TV-Karte, Videoanschlüssen, einem DVD-Brenner und entsprechender Software ausgerüstet ist. Inzwischen gibt es in diesem Bereich drei Alternativen: die bekannten Multimedia-PCs, PC-Media-Center und Streaming-Boxen, die per Kabel mit dem PC im Arbeitszimmer verbunden sind. Bei aller Vielseitigkeit dieser Systeme, kommen sie nicht immer an die Qualität von DVD-Rekordern heran. Außerdem werden hier viel größere Anforderungen an den Nutzer gestellt – man sollte sich schon sehr gut in der PC-Welt auskennen.
5. Fazit
DVD-Rekorder sind bezahlbar geworden und auf direktem Weg, den guten alten, aber recht einseitigen Videorekorder endgültig abzulösen. Es gibt zwar wie bei der Einführung des Videos einen „Krieg der Formate“ zwischen DVD+ und DVD-. Der ist aber zu vernachlässigen, da sie sich technisch sowie qualitativ nichts nehmen und immer mehr Geräte beide Formate akzeptieren.
Problematisch ist es, gleichzeitig auf eine große Festplatte und einen günstigen Preis zu schauen. Denn beides geht – noch – nicht zusammen. Da ist es ratsamer, seine eigenen Seh- und Aufnahmegewohnheiten genau unter die Lupe zu nehmen um herauszufinden, was man wirklich braucht. Und eventuell lieber mal 100 Euro mehr auszugeben oder sich für eine kleinere Festplatte zu entscheiden.
Wer sich für einen hochqualitativen und somit teuren DVD-Rekorder entscheidet, sollte unbedingt auf einen vorhandenen HDMI-Anschluss achten. Zu empfehlen sind hier Panasonic DVD Recorder .So lohnt sich die Investition, da man der weiteren Entwicklung in Richtung Digitalfernsehen schon vorgreift und sozusagen auf alles vorbereitet ist.
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