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LG zeigt OLED-Flunder 01.09.2010

Auf der IFA 2010 wird LG einen nicht einmal drei Millimeter dicken OLED-Fernseher mit einer Bilddiagonale von 31 Zoll enthüllen

© LG

Ganz neu sind Fernseher mit einem Display aus organischen Leuchtdioden (OLED) nicht. Der erste OLED-Fernseher, der Sony Bravia XEL-1, ist bereits seit rund zwei Jahren im Handel verfügbar. Obwohl er eine Displaydiagonale von gerade einmal 11 Zoll hat, ist der XEL-1 auch nach zwei Jahren noch kein Schnäppchen. Ähnlich sieht es bei dem von LG vor einigen Monaten vorgestellten OLED-Fernseher 15EL9500 aus – für das 15-Zoll-Gerät hat der Hersteller eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.999,- Euro angesetzt. Vereinzelt ist das Gerät zwar für knapp 1.500,- Euro zu haben, von einem Schnäppchen kann aber immer noch nicht die Rede sein. Im Vergleich zu LCD- und Plasma-Fernsehern sind OLED-Fernseher nachwievor ungleich teurer und können dabei noch nicht einmal heimkinotaugliche Bilddiagonalen aufweisen.

Immerhin in Sachen Bilddiagonale scheint sich etwas zu tun. Auf der IFA 2010, die vom 3. bis 8. September in Berlin stattfindet, wird LG einen OLED-Fernseher mit satten 31 Zoll zeigen. Glaubt man den Gerüchten, soll das Gerät über eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten verfügen. Damit wäre das noch namenlose Gerät der erste OLED-Fernseher mit Full-HD-Auflösung. Außerdem soll der Fernseher gerade mal 2,9 Millimeter dick sein und 3D-Inhalte darstellen können (sofern die Zuschauer eine Shutterbrille auf der Nase tragen).

Weitere technische Details zum neuen OLED-Fernseher von LG sind noch nicht durchgesickert. Auch über den Preis weiß man noch nichts, aber er wird mit Sicherheit kein Pappenstiel sein.

3D-Fernseher ohne Brille 27.08.2010

Toshiba möchte noch in diesem Jahr einen 3D-Fernseher vorstellen, der dreidimensionale Bilder ohne eine Spezialbrille darstellen kann

Seit einigen Monaten gibt es die ersten 3D-fähigen Fernseher zu kaufen. Alle bislang erhältlichen Geräte erfordern vom Zuschauer das Tragen einer sogenannten aktiven Shutterbrille, um den dreidimensionalen Effekt wahrnehmen zu können. Lästig, finden viele Zuschauer. Deshalb basteln verschiedene Hersteller seit geraumer Zeit an einer alternativen Technik. Dabei scheint Toshiba der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Eine offizielle Bestätigung gibt es zwar noch nicht, aber es häufen sich die Gerüchte, dass der japanische Elektronikkonzern noch in diesem Jahr einen 3D-Fernseher auf den Markt bringen wird, der 3D-Brillen überflüssig macht.

Toshiba habe ein autostereoskopisches Display entwickelt, bei dem die 3D-Darstellung durch die Abstrahlung der Bilder in verschiedenen Blickwinkeln erfolgt. Konkrete technische Details sind jedoch noch nicht durchgesickert.

Gemunkelt wird, dass Toshiba noch vor Weihnachten drei Modelle mit autostereoskopischem Display vorstellen und in den Handel bringen wird. Wer interessiert ist, sollte schon jetzt anfangen zu sparen. Mehrere tausend Dollar soll jedes Modell kosten.

3D-Fernseher erobern deutsche Wohnzimmer 09.08.2010

Dem Hightech-Verband BITKOM zufolge wollen 16 Millionen Deutsche einen 3D-Fernseher kaufen

© DeepReal - Fotolia.com

Glaubt man einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag des BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.), so wollen 16 Millionen Deutsche in den nächsten Jahren einen 3D-Fernseher kaufen. Das wäre in etwa jeder fünfte Bundesbürger.

Seit der Markteinführung im März 2010 wurden nach Informationen des BITKOM bereits 26.000 3D-Fernseher an den Mann gebracht, trotz der vergleichsweise hohen Preise für Geräte mit 3D-Funktion. Durchschnittlich wurden rund 2.000 Euro für einen 3D-Fernseher hingeblättert. Die hohen Preise sind jedoch nicht allein dem Aufpreis für die 3D-Technologie geschuldet. Bislang ist die neue Technologie nämlich primär in den Topmodellen der Hersteller zu finden. Die Mehrheit der verkauften 3D-Fernseher verfügt über eine große Bilddiagonale und weitere Ausstattungshighlights wie eine LED-Hintergrundbeleuchtung, integrierte HD-Tuner und einen Internetanschluss.

Bis zum Jahresende dürften rund 100.000 3D-taugliche Fernseher über die Ladentheken wandern, so die Absatzprognose des BITKOM. Weltweit sollen es sogar 6 Millionen Geräte werden. Die amerikanischen Marktforscher von DisplaySearch sind deutlich vorsichtiger mit ihrer Prognose und rechnen 2010 mit 3,4 Millionen verkauften 3D-Fernsehern.

Das Interesse an 3D-Fernsehern ist jedenfalls ungebrochen. Auch wenn keine konkreten Kaufabsichten bestehen, ist fast ein Drittel aller Deutschen grundsätzlich an der 3D-Technologie interessiert.

Telekom: Filme und Fußball in 3D 08.07.2010

Ab September möchte die Deutsche Telekom ihr IPTV-Angebot "Entertain" mit 3D-Inhalten ausbauen

© Deutsche Telekom

Die ersten 3D-Fernseher sind längst auf dem Markt, aber das Angebot an 3D-Inhalten ist derzeit noch mau. Anfang September 2010 soll sich das ändern. Die Deutsche Telekom möchte ihr IPTV-Angebot "Entertain" um dreidimensionale Inhalte erweitern. Schon zu Beginn der IFA am 3. September sollen die ersten 3D-inhalte zur Verfügung stehen. Den Anfang machen einige nicht näher genannte Filme per Video-on-Demand (also auf Abruf). Später könnten aber zum Beispiel auch Spiele der Fußball-Bundesliga in 3D zu empfangen sein. Die Telekom steckt bereits in Verhandlungen mit der DFL.

Wer bereits Entertain-Kunde ist und in den Genuss der stereoskopischen Bilder kommen möchte, kann den von der Telekom gestellten IPTV-Receiver, der Teil des Entertain-Pakets ist, weiterhin verwenden. Das Video-on-Demand-Angebot steht allen Entertain-Kunden offen, für Live-Übertragungen wie die Spiele der Bundesliga wird allerdings noch ein VDSL-Anschluss benötigt. In jedem Fall muss aber ein entsprechendes Ausgabegerät, sprich ein 3D-Fernseher samt 3D-Brille vorhanden sein.

Auf der IFA in Berlin wird die Telekom ihr 3D-Angebot ausführlich vorstellen. Anfang Mai 2010 wurde bereits das Eröffnungsspiel der Eishockey-Weltmeisterschaft über Entertain in 3D übertragen.


Mehr zum Thema 3D-Fernsehen in unserer Ratgeber-Sektion

WM kurbelt Verkäufe von Fernsehern an 22.06.2010

Die Fußball-WM hat Herstellern von Flachbildfernsehern und HDTV-Receivern einen deutlichen Absatz- und Umsatzboom beschert

© Walter Luger - Fotolia.com

Nach Angaben der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), die alljährlich die IFA in Berlin veranstaltet, sorgte die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 bereits im Vorfeld für einen ordentlichen Schub beim Verkauf von Flachbildfernsehern und HDTV-Empfängern. So wurden vier Wochen vor Beginn der WM in Südafrika zwischen 45 und 77 Prozent mehr Plasma- und LCD-Fernseher verkauft als in den vergleichbaren Wochen des Vorjahres. Ebenso erfreulich verlief in diesem Zeitraum der Verkauf von HDTV-Receivern. Die erste Fußball-WM, die auch in HD-Qualität übertragen wird, ist offenbar für viele Bundesbürger ein Anreiz, in einen neuen Fernseher und/ oder HDTV-Receiver zu investieren.

Als umsatzstärkstes Produkt haben sich Flachbildfernseher mit einer Diagonale von 37 Zoll (94 cm) entpuppt.

HD-PLUS: Was Sie wissen müssen! 07.06.2010

Während die öffentlich-rechtlichen Programme ARD, ZDF und Arte kostenlos in HD empfangbar sind, senden die privaten TV-Sender ihr hochauflösendes Programm verschlüsselt unter dem Namen HD+

Ob der Einstieg in HD+ lohnt und welche Vorteile, Nachteile und Kosten HD+ letztlich verursacht, soll hier kurz diskutiert werden.
 
Was ist HD+?
HD+ ist eine Plattform, die den Empfang der HD-Versionen von RTL, Vox, Sat1, Pro7 und Kabel 1 über Astra Satellit ermöglicht. Für den Empfang wird entweder ein Receiver mit integriertem HD+-Decoder, ein Receiver oder Fernseher mit CI+-Steckplatz und passendem CI+-Modul oder aber ein herkömmlicher CI-Receiver mit einem "Legacy"-Modul benötigt.
 
Warum HD+?
Die Privatsender befürchten, dass bei einer freien Ausstrahlung und vor allem Aufzeichnung der ausgestrahlten HD-Inhalte, ihre teuer eingekauften Programme auf Webressourcen wie großen Upload-Servern (vernetzte Festplatten) gespeichert und fortan überwiegend von dort angeschaut werden. Eine Aufnahme ist im Heimbetrieb folglich nur verschlüsselt möglich, so dass die Wiedergabe an einem PC ausgeschlossen ist. Eine Bearbeitung der aufgenommenen Sendungen ist ebenfalls nicht möglich und wegen des HDCP-Kopierschutzes über HDMI geben die analogen Komponentenausgänge maximal eine PAL-Auflösung aus. Mit einem eingebauten "Vorspulstopp" wollen die Privatsender die Zuschauer darüber hinaus zwingen, die Werbeunterbrechungen in Echtzeit anzusehen. Timeshift-Aufnahmen bis zu einer Dauer von 90 Minuten sind nach wie vor möglich. Erste Satelliten-Receiver mit CI+ sind bereits auf dem Markt; ihre Verbreitung wird in den kommenden Monaten noch zunehmen.
 
Welche Bildqualität bietet HD+?
Die Bildqualität von HD+ ist zurzeit noch enttäuschend. Es gibt wenige native HD-Sendungen, meist werden SD-Inhalte auf die höhere Auflösung hochskaliert. Die Auflösung bei RTL und Co. beträgt 1080i. Hier kann nur auf Besserung gehofft werden.
 
Wie viel kostet HD+?
HD+-fähigen Receivern liegt eine passende Smart-Card für ein Jahr kostenlosen Empfang des gesamten HD+-Pakets bei. Ist dieses Jahr abgelaufen, kostet das Paket 50 Euro pro Jahr. Dies sei nach Angaben des Betreibers jedoch keine zusätzliche Pay-TV-Gebühr, sondern eine „Infrastrukturgebühr“. Die CI+-Module inklusive einer HD+-Karte kosten 79 Euro.
 
Kommentar:
Das HD+-Format ist übereilt auf den Markt gedrückt worden, verursacht weitere Kosten und bietet nur wenig Bedienerfreundlichkeit.
Als Zuschauer sollte man sich die Frage stellen, ob es überhaupt notwendig ist, diese begrenzte Anzahl von Privatsendern nun schon in HD zu empfangen. Meist sind die Inhalte noch hochskaliert, so dass es eigentlich keinen Unterschied zu einem guten TV-internen Scaler gibt. Sieht man z.B. gerne Spielfilme, rollt einem die restriktive Verschlüsselungs- und Kopierschutzpolitik von HD+ Steine in den Weg, indem das ja nun schon doppelt "bezahlte" Programm (einmal durch die Gebühr von 50 Euro und einmal durch die Werbung) weder frei navigiert, also vor und zurückgespult, noch nach Belieben aufgezeichnet und archiviert werden kann. Ein hochpreisiger Blu-ray-Rekorder wäre somit für die HD+-Aufnahme nicht zu gebrauchen.
Der HD+-Standard ist kurioserweise nur in Deutschland eingeführt worden. Der Erfolg von HD+ ist somit abzuwarten und deshalb raten wir Ihnen auch zunächst von einer Anschaffung ab. Spielfilme sind in besserer Qualität und sehr viel flexibler auf Blu-ray-Discs zu genießen, die einige Videotheken für wenige Euros verleihen. Wenn sie jedoch ohnehin die Anschaffung eines Receivers planen, entscheiden Sie sich ruhig für einen HD+-kompatiblen. Das erste Jahr ist schließlich gratis. Danach kann man immer noch sehen, ob sich der Standard durchsetzt. Die Einführung einer Gebühr riecht jedoch verdächtig nach einer allmählichen Einführung eines privaten Bezahlfernsehens.

Toshiba: Geld zurück bei deutschem WM-Sieg 29.05.2010

Wenn Deutschland Fußball-Weltmeister wird, erstattet Toshiba den vollen Kaufpreis für LED-Fernseher der SL-, VL- und SV-Serie

© Toshiba

Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft, die in wenigen Tagen in Südafrika beginnt, startet Toshiba seine "100%-Siegprämie"-Aktion. Wird Deutschland Weltmeister, erstattet der Elektronikhersteller den vollen Kaufpreis für LED-Fernseher, die zwischen dem 29. Mai und dem 10. Juni erworben wurden.

Die Aktion gilt für alle neuen Flachbildfernseher der SL-, VL- und SV-Serie von Toshiba. Neben Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) und LED-Hintergrundbeleuchtung bieten die Geräte außerdem Dolby Volume, eine Audio-Technologie, die nervige Lautstärkeschwankungen beim Fernsehen, vor allem bei Werbeunterbrechungen, verhindert.

Wer an der Aktion teilnehmen möchte, muss seinen gekauften LED-TV binnen sieben Tagen auf www.toshibafussball.de registrieren.

84-Zoll-Display mit 3D und UHD-Auflösung 27.05.2010

Der südkoreanische Hersteller LG hat ein riesiges 3D-Display mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln vorgestellt

© LG Display

Auf der SID Display Week 2010, einer jährlich in Seattle stattfindenden Fachmesse für Displays, hat LG ein riesiges – nach Herstellerangaben gar das weltweit größte – 3D-Display mit UHD-Auflösung (Ultra High Definition) gezeigt. Das Display hat eine gewaltige Bilddiagonale von 84 Zoll (2,13 m) und eine beeindruckende Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln. Die enorme Auflösung ist nötig, um im 3D-Betrieb auf die volle HD-Auflösung zu kommen.

Anders als Samsung, Sony und Panasonic, die allesamt auf die aktive Stereoprojektion mit Shutterbrillen setzen, realisiert LG den 3D-Effekt über das Polarisationsverfahren. Auch dieses 3D-Verfahren funktioniert nicht ohne Brille, allerdings sind Polarisationsbrillen im Vergleich zu Shutterbrillen günstiger sowie leichter und deshalb angenehmer zu tragen. Bei der Zeilenpolarisation wird zur Erzeugung des 3D-Effekts jede zweite Zeile des Displays in einem anders polarisierten Licht gezeigt. Dadurch wird die Auflösung halbiert. Dank der hohen Auflösung des LG-Displays können 3D-Filme aber trotz Halbierung der Zeilenhöhe immer noch in Full HD (1920 x 1080) genossen werden.

Weitere technische Daten zu dem Display hat LG noch nicht durchsickern lassen. Auch zur Markteinführung und zum Preis hat der Hersteller noch keine Angaben gemacht. Im kommenden Jahr soll jedoch eine kleinere 55-Zoll-Variante des 3D-Displays, ebenfalls mit UHD-Auflösung, auf den Markt kommen. Einen Preis hat LG auch in diesem Fall noch nicht genannt.

 

Weiterführender Link: 3D-Fernseher im Test

Google TV 25.05.2010

Google möchte Web und Fernsehen zusammenwachsen lassen. Was unterscheidet Google TV von bisherigen Versuchen, das Internet auf den Fernseher zu bringen?

© Google

Ganz neu ist die Idee nicht, das Internet über den Fernseher zugänglich zu machen. Schon so mancher Elektronikhersteller hat TV-Geräte auf den Markt gebracht, die den Zugriff auf ausgewählte Inhalte aus dem Internet ermöglichen. Bei Sony heißt das Angebot "Bravia Internet Video", bei Panasonic "Viera Cast", Samsung spricht von "Internet@TV" und Philips von "Net TV". Jedoch haben alle diese Angebote einen entscheidenden Haken: sie bringen nur eine Auswahl an Webinhalten, nicht aber das gesamte Web auf den Flachbildfernseher. Suchmaschinengigant Google möchte dies mit seiner neu vorgestellten Plattform "Google TV" ändern. Die Plattform soll künftig in Fernsehern und Zusatzgeräten (z.B. Settop-Boxen) implementiert werden und damit die vollkommene Verschmelzung von Web und Fernsehen einläuten.

Geräte mit Google TV werden auf dem maßgeblich von Google entwickelten Betriebssystem Android basieren und über einen vollwertigen Webbrowser verfügen, der jede x-beliebige URL abrufen kann. Dabei handelt es sich natürlich um den hauseigenen Browser Google Chrome, der ebenso wie das Betriebssystem speziell für den TV-Einsatz angepasst wurde.

Elementar für den Erfolg der Plattform wird zudem eine spielend leichte Bedienung sein. Wie schon bei der Internet-Suchmaschine ist auch bei Google TV eine schlichte Suchbox das zentrale Steuerelement. Gibt man in diese Suchbox ein Suchwort wie z.B. "Simpsons" ein, dann findet Google TV die Serie nicht nur im EPG (Programmführer) des Fernsehers, sondern auch passende Webinhalte, u.a. online verfügbare Episoden bei einem Video-on-Demand-Anbieter bzw. einer Online-Videothek. Per Bild-in-Bild-Option soll es dem Zuschauer außerdem möglich sein, gleichzeitig Fernsehen zu schauen und im Internet zu surfen.

Im Herbst 2010 soll Google TV offiziell an den Start gehen, zunächst jedoch nur in den USA. Die internationale Markteinführung ist für 2011 vorgesehen. Erste Partner, die Google TV in ihren Geräten unterbringen wollen, haben sich bereits gefunden. So wird z.B. Sony unter dem Namen "Internet TV" einen entsprechenden Fernseher samt Settop-Box auf den Markt bringen. Auch Logitech plant eine Settop-Box, mit der bereits vorhandene Fernseher mit Google TV nachgerüstet werden können.

Toshiba: LCD-TVs mit Tonstörungen 24.05.2010

Der japanische Elektronikkonzern weist Käufer seiner LCD-TVs auf mögliche Tonstörungen hin.

© Toshiba

Im Rahmen der von Toshiba kontinuierlich durchgeführten Qualitätskontrolle hat der Elektronikhersteller festgestellt, dass es bei einigen seiner aktuellen LCD-Fernseher (siehe Tabelle) unter Umständen Tonstörungen zu verzeichnen gibt. So kann ein verzerrter Ton oder ein Echogeräusch auftreten, wenn der Fernseher fortlaufend an einem der HDMI-Eingänge läuft.

Toshiba zufolge können die Tonprobleme durch einen Wechsel der angeschlossenen Eingangsquelle oder ein Aus- und wieder Einschalten vorübergehend behoben werden. Wer sich durch das Echogeräusch beeinträchtigt sieht, sollte mit dem Hersteller Kontakt aufnehmen. Auf der Herstellerwebseite ist eine Telefonnummer aufgeführt, unter der sich betroffene Kunden mit Toshiba in Verbindung setzen können. 

Abhängig vom Modell wird bei den betroffenen Fernsehern entweder ein Firmware-Update eingespielt oder das Mainboard getauscht. Bei ganz neu produzierten Geräten soll das Problem nicht auftreten. Toshiba kann jedoch nicht ausschließen, dass bei einigen Händlern noch LCD-Fernseher im Lager stehen, die von dem Bug betroffen sind.

 

Bilddiagonale Serie Modell
32/37/42 AV 623D, 625D, 633D, 635D, 636D
32/40 LV 665D, 675D, 685D
32/37/42 RV 623D, 625D, 626D, 633D, 635D, 636D
32/37/42/46 XV 622D, 625D, 632D, 635D, 636D
37/42/47/55 ZV 625D, 635D
46/55 SV 675D, 685D

 

 

 

 

 

 

 

Sony kündigt HD-Camcorder mit Wechseloptik an 12.05.2010

Der Camcorder soll mit einem leistungsstarken Exmor-CMOS-Sensor ausgestattet sein und die Verwendung von Wechselobjektiven erlauben.

Bislang liegt zwar nur ein Entwicklungskonzept für Sonys AVCHD-Camcorder mit Wechseloptik vor, aber schon im Herbst 2010 könnte das Gerät auf den Markt kommen.

 

© Sony

 

Der neuartige High-Definition-Camcorder, der im AVCHD-Format aufzeichnen soll, wird mit dem gleichen Exmor APS HD getauften CMOS-Sensor ausgestattet sein, der erstmalig mit den beiden kompakten Systemkameras NEX-5 und NEX-3 vorgestellt wurde. Außerdem lassen sich verschiedene Wechselobjektive mit dem Camcorder nutzen. Die für die NEX-5 und NEX-3 entwickelten E-Mount-Objektive werden auch mit Sonys neuem AVCHD-Camcorder kompatibel sein. Über einen Adapter sollen selbst die Objektive für Sonys Alpha-Spiegelreflexkameras an dem Camcorder genutzt werden können.

© Panasonic

Der Einsatz von Wechseloptiken und eines für Camcorder ungewöhnlich großen Sensors verspricht eine Vielzahl kreativer Gestaltungsmöglichkeiten beim Filmen, so z.B. das Spielen mit der Tiefenschärfe.

Auch Panasonic hat für Ende des Jahres einen AVCHD-Camcorder mit Wechseloptik angekündigt. Im AG-AF100 wird ein Micro-Four-Thirds-Sensor stecken, wie ihn auch Panasonics Systemkameras des Micro-Four-Thirds-Standards (z.B. die Panasonic  Lumix DMC-GH1) nutzen. Die Objektive, die mit dem neuen Camcorder kompatibel sein werden, entstammen ebenfalls dem Micro-Four-Thirds-System.

ASTRA startet 3D-Demokanal 03.05.2010

Die 3D-Bilder sind ab sofort frei zu empfangen.

Seit kurzem drängen die ersten 3D-Fernseher auf den Markt. Doch das Angebot an 3D-Inhalten ist derzeit noch begrenzt. Vor allem die kommenden Filmveröffentlichungen auf 3D-Blu-ray Disc sollen den Verkauf der neuen TV-Geräte noch in diesem Jahr ankurbeln. Aber auch 3D-Fernsehsender sind durchaus denkbar. Satellitenbetreiber SES ASTRA hat bereits einen 3D-Demokanal in Betrieb genommen.

Mit dem für Demozwecke zur Verfügung gestellten Kanal sollen in erster Linie Händler mit dreidimensionalen Bildern versorgt werden, damit diese die neuen 3D-Fernseher leichter an den Mann bringen können. Aber auch daheim ist der 3D-Demokanal über die Astra-Orbitalposition 23,5 Grad Ost frei zu empfangen, vorausgesetzt es sind eine entsprechend ausgerichtete Sat-Anlage, ein HDTV-Sat-Receiver und ein 3D-fähiger Fernseher vorhanden. Zu sehen gibt es 3D-Inhalte aus den Bereichen Sport, Musik und Entertainment.

Auch Konkurrent Eutelsat betreibt einen frei empfangbaren 3D-Demokanal (All-3D), der bereits seit März 2009 über Eurobird 9A auf der Orbitalposition 9 Grad Ost ausgestrahlt wird und sich ebenfalls primär an Händler richtet.

HDMI 1.4: Aufrüsten, ja oder nein? 27.04.2010

Das HDMI-Konsortium hat mit HDMI 1.4 einen neuen Standard für die Multimediaübertragungs-Schnittstelle eingeführt. Was bedeutet dies für Besitzer eines Heimkinos?

Mit dem Aufkommen neuer Geräte, die 3D-Inhalte wiedergeben können, führt das HDMI-Konsortium einen neuen HDMI-Standard ein: HDMI 1.4. Ist es nun nötig, alle Geräte einer womöglich vorhandenen HDMI-Kette auf HDMI 1.4 umzustellen, also auszutauschen? Müssen neue Kabel gekauft werden, wenn HDMI 1.4 genutzt wird?

Die Antwort auf beide Fragen lautet: nein. HDMI 1.4 erweitert das bestehende HDMI-Format lediglich um einige neue Möglichkeiten, von denen viele zurzeit noch nutzlos sind. So ist mit HDMI 1.4 beispielsweise eine Übertragung von Bildmaterial in 4k-Auflösung (4096 x 2160) möglich. Es existieren zum jetzigen Zeitpunkt jedoch weder Abspielgeräte oder -medien noch Displays, die eine derart hohe Auflösung ausgeben können. Ein weiteres Feature bei HDMI 1.4. wird eine im Kabel implementierte Ethernet-Verbindung sein, die eine Anbindung aller Geräte ins Netz und die Weiterleitung der Internetsignale untereinander ermöglicht.
3D-Signale kann jedoch jedes übliche High-Speed-HDMI-Kabel (Kategorie-2-Kabel) weiterleiten. Die neuen 3D-Features von HDMI 1.4 sind vornehmlich für oben genannte, höhere Auflösungen erweitert worden. In HDMI 1.4 wurde darüber hinaus nur festgelegt, wie 3D-Signale signalisiert werden. Nutzt man beispielsweise eine PS3, die per Update 3D-fähig gemacht wurde, mit einem 3D-Display, so muss eventuell die Signalart am Display eingestellt werden. Entscheidend ist also, ob das Display über einen HDMI 1.4.-Eingang verfügt.

Nur wenn ein Signal von einem AV-Receiver nicht direkt weitergeleitet wird, kann das 3D-Signal nicht innerhalb einer HDMI-Kette übertragen werden. Eine mögliche bereits angekündigte Lösung dieses Problems ist die Ausstattung neuer Blu-ray-Player mit zwei HDMI-Anschlüssen: einem, der direkt zum Display, und einem, der zum AV-Receiver führt.

Der neue 3D-Boom 26.04.2010

Die 3D-Technik ist auf dem besten Wege, das Heimkino zu revolutionieren. Aber wie werden die faszinierenden 3D-Bilder eigentlich erzeugt?

Bereits seit einigen Jahren schwirrt der Begriff "Digital 3D" durch die Kino-Spielpläne. Spätestens seit James Camerons Blockbuster "Avatar" dürften aber die meisten kinointeressierten Zuschauer jetzt auch eine konkrete Vorstellung davon haben, was 3D heute wirklich leisten kann.
Prinzipiell basiert das räumliche Sehen des Menschen auf der horizontal verschobenen Position der Augen. Alles, was wir sehen, wird also jeweils aus zwei Perspektiven gleichzeitig betrachtet. Das Gehirn erschafft daraus dann den Eindruck eines einzigen dreidimensionalen Bildes.
Dieses stereoskopische Prinzip versuchen alle bisher bekannten 3D-Prinzipien mit technischen Mitteln nachzuahmen.
 

Das alte Rot-Grün-Verfahren

© Serj Siz`kov - Fotolia.com

Bei dem bereits Jahrzehnte alten farb-anaglyphischen Verfahren wird jeweils ein rotes und ein grünes Bild angezeigt. Die Brille verfügt über eine rote Folie über dem einen, eine grüne Folie über dem anderen Auge und filtert so die jeweilige Farbe heraus. Die jeweils aus etwas anderen Positionen aufgenommenen Bilder fügen sich dann im Gehirn zu einem dreidimensionalen Bild zusammen.
Ein großer Nachteil dieser Technologie ist das Fehlen anderer Farben als Rot und Grün. Dominante andere Farben würden den beabsichtigten dreidimensionalen Effekt möglicherweise abschwächen.
Im Kino verlangte die Projektion in 3D zudem einen hohen technischen Aufwand, durch simultane Projektion der beiden Farben,  zum anderen  hohe Sorgfalt und Präzision, da die Bilder komplett synchron abzuspielen waren.
Der einzige Vorteil dieser antiquierten 3D-Version ist der Verzicht auf aufwändige Zusatzhardware.
 

3D fürs Heimkino – Fernseher oder Beamer?

Zurzeit konkurrieren zwei verschiedene, moderne 3D-Verfahren miteinander um die Spitzenposition auf dem Markt.

Polarisationsverfahren
© dankos - Fotolia.com
Im Kino erhält man vor Beginn der Vorstellung eine recycelbare Plastikbrille, die das vom Kinoprojektor in zwei verschiedenen Polarisationen projizierte Bild für die Augen in zwei Bilder trennt. Die Bilder rufen im Gehirn des Zuschauers eine dreidimensionale Illusion hervor.
Für das Heimkino würde jede zweite Zeile in einem anders polarisierten Licht gezeigt werden. Leider würde dies die maximal mögliche Auflösung senken, also nur eine maximale Zeilenhöhe von 540 Zeilen ermöglichen, im Vergleich zu den 1080 Zeilen, die Full-HD bietet. Trotz Farbneutralität erscheint das Bild durch die Brille zudem dunkler als ohne. Die Helligkeit ist sogar um die Hälfte reduziert, da immer ein Auge für die halbe Projektionszeit ins Dunkle schaut. So ist das Polarisationsverfahren für neue Fernseher bislang unüblich, für Projektoren jedoch in zweierlei Varianten gängig:
Für eine lineare Polarisation sind zwei Projektoren notwendig, einer pro Bild. Vor einem wird ein horizontaler, vor dem anderen ein vertikaler Polfilter in Form eines Gitters angebracht. Sowohl die Polfilter als auch die Folien in den Brillen sind 90 Grad zueinander versetzt. Dieses Verfahren ist für große Leinwände geeignet und erzielt eine saubere Kanaltrennung. Eine starke Kopfneigung ist wegen der festgelegten Winkel jedoch kaum möglich. Zudem ist die Einrichtung sehr kostspielig: Zwei Projektoren und eine silberbeschichtete Spezialleinwand werden zwingend benötigt.
Die Zirkularpolarisation entwickelt die fehlerbehaftete Linearpolarisation dahingehend weiter, dass nun auch Kopfneigungen möglich sind und günstige recycelbare Brillen verwendet werden können. Hier rotiert ein Zirkular-Filter vor der Linse der Projektoren und polarisiert die Bilder abwechselnd für das linke und das rechte Auge. Auch für dieses Verfahren ist eine spezielle silberbeschichtete Leinwand notwendig.

Shutterbrillenverfahren (Aktiv Stereo)
Aktive Shutterbrille TDG-BR100B (© Sony)
Ein 3D-Blu-ray Player verschickt pro Sekunde 120 Bilder. Eine aktive Shutterbrille öffnet abwechselnd das linke und rechte Brillenglas. Simultan dazu wird jeweils nur das Bild für das linke respektive rechte Auge angezeigt.  So sieht jedes Auge 60 Bilder pro Sekunde (60Hz)
Bei Fernsehern und Heimprojektoren ist die Shutterbrillen-Methode bisher die geläufigste, hierfür ist in den kommenden Geräten ein Infrarottransmitter implementiert, der die Öffnung der Brillengläser mit den angezeigten Bildern synchronisiert. Einige Modelle sollen auch die Möglichkeit bieten, einen derartigen Transmitter nachträglich anzuschließen, um den Fernseher so zu einem vollwertigen 3D-Gerät aufzurüsten.
Zukünftig werden Hersteller auf diese Weise aufrüstbare Geräte voraussichtlich mit 3D-ready kennzeichnen.
Entscheidet man sich für die Shutterbrillen-Methode, ist bei Projektoren der Vorteil eine perfekte Bildtrennung. Auch ist hier die Projektion auf jede weiße Fläche genau wie normale Kopfneigungen problemlos möglich.
Die Brillen sind für Fernseher und Projektoren gleichermaßen teuer und empfindlich, sie müssen aufgeladen oder die Batterien müssen gewechselt werden. Dies kann gerade dann ein wichtiger Faktor sein, wenn man mit mehreren Personen TV gucken möchte.
3D-Bild, welche Quelle? 26.04.2010

Die ersten 3D-Geräte fürs Heimkino drängen bereits auf den Markt. Um in den eigenen vier Wänden 3D-Bilder genießen zu können, ist aber auch entsprechendes Material nötig. Woher kommt es?

Deutschlands erste 3D-Blu-ray: "Wolkig mit Aussicht auf
Fleischbällchen" (© Sony Pictures Home Entertainment)

Eine der Hauptquellen für 3D-Material wird die 3D-Blu-ray-Disc sein. Auf ihr wird der Film in dem üblichen 1080p-Format (Full-HD) und in 3D-Full-HD zu finden sein. Vor dem Anschauen kann man sich also entscheiden, ob man den Film in 3D oder in 2D sehen möchte. Bis Ende 2010 sollen alle neuen Blu-ray-Player über eine 3D-Funktion verfügen, die weit verbreitete PlayStation 3 von Sony soll gar über ein Update nachträglich 3D-fähig gemacht werden können. Außerdem werden die meisten kommenden TV-Modelle auch über eine Funktion verfügen, die ein "plattes" Bild in ein räumliches Bild hochrechnet, die dritte Dimension also künstlich hinzufügt. Erste Eindrücke schildern diesen Effekt als wahrnehmbar, einem in 3D produziertem Bild ist er jedoch unterlegen. Mehrere Anbieter bereiten überdies den Betrieb reiner 3D-Fernsehsender vor, diese werden vermutlich über Satellit, später auch über Digitalkabel übertragen.

3D für Videospiele
Prinzipiell ist beinahe jedes Videospiel für den 3D-Betrieb geeignet, viele verfügen bereits jetzt über einen entsprechenden Modus. Auch eine nachträgliche 3D-Funktion kann oftmals eingebaut werden, da Tiefeninformationen in der Programmierung der Spiele meist beinhaltet sind. Für PC-Spiele ist bereits jetzt eine 3D-Paket des Herstellers Nvidia erhältlich. Es besteht aus Shutterbrille und 3D-fähiger Grafikkarte. Nutzt man dieses Paket gemeinsam mit aktuellen Treibern und einem 120Hz-fähigen Monitor, so kann man beinahe jedes Spiel auch in 3D spielen. Für die PS3 sind bereits erste 3D-Spiele angekündigt. Vier von ihnen bekommt man beim Kauf des angekündigten 3D-Fernsehers Sony Bravia HX803 gratis dazu.
 

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